Die GFT AG konzipiert und realisiert IT-Lösungen mit Fokus auf den Bereich Finanzdienstleistungen. Durch die Kombination von fundierter Projekt- und Technologieerfahrung mit tiefgehender Branchenkompetenz ist GFT strategischer IT-Partner für renommierte Unternehmen weltweit. GFT vermittelt IT-Spezialisten für Unter-nehmen aller Branchen. Im Bereich Third Party Management übernimmt GFT das komplette Management von IT-Dienstleistern. Die GFT inboxx setzt mit innovativen Produkten Maßstäbe in den Bereichen Geschäfts-prozessoptimierung, Dokumentenmanagement und digitale Archivierung. Die GFT Gruppe ist an 20 Standorten in sieben Ländern präsent. Die IT-Lösungen werden in mehr als 30 Ländern eingesetzt. GFT AG verfügt heute über rund 1.000 Mitarbeiter sowie 1.300 freiberufliche IT-Spezialisten.
Im Zuge eines Technology-Refreshs führten wir im Auftrag der GFT AG ein Projekt mit dem Ziel der Ermittlung der leistungsfähigsten Hard– und Software Plattform für eine Server-based Computing Plattform (Citrix XenApp) für eines der größten deutschen Bankinstitute durch. Das Bankinstitut stellt mehreren 10.000 Benutzern sämtliche Anwendungen über einen Shared Citrix-Desktop mittels mehrerer 100 Citrix-Server zur Verfügung. Das Bankinstitut hatte sich vorher für Intelligent Solutions als Partner für die Durchführung des Projekts entschieden.
Kriterium für die Leistungsfähigkeit war die Benutzerzahl pro Server bei Einhaltung bestehender Service-SLAs bezogen auf Anwendungsantwortzeiten, welche über die Wahrnehmung durch den Endanwender am Benutzerarbeitsplatz gemessen wurden.
Am Anfang des ersten Projektes stand die Analyse in Bezug auf die am häufigsten genutzten Anwendungen, gewichtet mit der von ihnen erzeugten Ressourcenlast. Hieraus wurde ein repräsentatives Anwendungs-portfolio destilliert und für jede der darin enthaltenen Anwendungen in Rücksprache mit den Fachanwendern die häufigsten/wichtigsten Geschäftsvorfälle/Abläufe identifiziert.
Diese Abläufe wurden mittels der Testautomationslösung CitraTest VU ® für die automatische Ausführung abgebildet. Danach wurden die resultierenden Ausführungssequenzen im Bezug auf Zusammenstellung, Instanzenzahl und Intensität zu einem Ausführungsszenario modelliert, das über den Anstieg der Benutzerzahl in allen Subsystemen das gleiche Ressourcenverbrauchsverhalten darstellte wie der Produktivbetrieb (Szenarien-Kalibrierung). Das ermittelte Szenario wurde zur Ausführung der Stresstests gegen die zu beurteilenden Hard- und Softwarekonfigurationen genutzt. Auch die Messung der am Endanwenderarbeitsplatz am Bildschirm ersichtlichen Anwendungsreaktionszeiten erfolgte über einen Software-Roboter (CitraTest ® APM).
Folgende Fragestellungen mussten im Rahmen des Hardware-Refreshs aller Citrix XenApp Server beantwortet werden:
Die Zeit bis zum Entscheidungstermin reichte nicht mehr aus, um alle möglichen Hardware-Kombinationen zu testen. Also waren die zu testenden Konfigurationen so zu wählen, dass mit der minimalen Testanzahl nachvollziehbar auch auf die Leistungsfähigkeit der nicht getesteten Konfigurationen geschlossen werden konnte. Insgesamt konnten wir für die erste Fragestellung die zu testenden Konfigurationen auf 20 repräsentative reduzieren und die Auswirkungen der verschiedenen Einflussgrößen auf Engpasssituationen hin mittels der Performanceanalyselösung SightLine ermitteln.
Das Projekt hatte eine Durchlaufzeit von 50 Personentagen von Beauftragung bis zur Lieferung der beauftragten Aussagen. Auf Basis der Projektergebnisse konnten erhebliche, finanziell wirksame Effizienzgewinne realisiert werden.
Obwohl sich Hardware- und Softwarereleases in den zwei Jahren nach dem ersten Projekt signifikant verändert hatten, bildete das kalibrierte Szenario das reale Lastverhalten in Produktion weiterhin genau nach. Die zweite Fragestellung konnte daher mit weniger und kürzeren Projektschritten innerhalb einer Projektlaufzeit von 8 Tagen beantwortet werden:
Die Projektergebnisse bildeten die Grundlage für Entscheidungen über die Ausgestaltung der Virtualisierungsstrategie für die Server-based Computing Umgebung des Bankinstituts.