Die Herausforderungen moderner Anwendungslandschaften

Horst Eberlein  18.09.2017

Im heutigen Blogbeitrag beleuchte ich eine Situation, die viele IT-Verantwortliche aus ihrer täglichen Arbeit kennen. Eine der größten Herausforderungen ist es nämlich nach wie vor, dafür zu sorgen, dass sämtliche Anwendungen flüssig laufen. Immer. Das Ziel ist es sagen zu können: „Meine Anwender kennen keine Probleme!“ Und das bezieht sich ebenso auf interne Anwender, also vor allem die Mitarbeiter des Unternehmens, wie auf externe Anwender wie beispielsweise Kunden.

Alle Anwendungen und Komponenten sollen reibungslos laufen

Was so logisch wie simpel klingt, ist tatsächlich eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Schließlich gilt es, auch angesichts zunehmend komplexerer Anwendungslandschaften, immer dynamischerer Strukturen sowie Trends wie Virtualisierung, Cloud und Container, alles im Griff zu haben. Die sogenannte „User Experience“ oder auch „Customer Experience“ zu einem Erfolg zu machen, ist heute mehr denn je eine der Hauptaufgaben für IT-Verantwortliche und das Top-Management. Denn nichts ist ärgerlicher, als einen Kunden zu verlieren, nur weil der Bestellprozess im Onlineshop zu langsam läuft oder die Webseite eine Zeitüberschreitung vermeldet; oder unmotivierte Mitarbeiter zu haben, weil „der Rechner mal wieder hängt“

Die Kosten sollen gesenkt werden

Gleichzeitig wird die Arbeit der IT durch die Maßgabe „Kostenreduktion“ erschwert. Quasi „zwei Fliegen mit einer Klatsche“ kann schlagen, wer gleichzeitig Prozesse optimiert und durch einen erhöhten Digitalisierungsgrad an der Kostenschraube dreht. Um das zu erreichen, gibt es hocheffektive und leistungsstarke Analysesysteme, die große Datenmengen aus Überwachungssystemen in Echtzeit verarbeiten. Unternehmen können damit eine höhere Überwachungsgenauigkeit erzielen und – dank nahezu vollautomatischer Problemlösung – die Geschwindigkeit verbessern, mit der Performanceeinschränkungen behoben werden. Und: Da weniger Personal benötigt wird, sparen sie gleichzeitig Kosten.

Eine hochwertige Anwendungsperformance ist nun einmal die beste Voraussetzung für zufriedene Anwender, gesteigerten Umsatz und optimierte Kosten.

Diese Schlüsselelemente gehören dazu:

  • Endanwendererlebnis
    Die Performance einer Anwendung sollte auf den Endanwendergeräten selbst gemessen werden. Denn nur dort erfährt man, wie schnell das Ergebnis einer Anwenderaktion auf dem Bilderschirm erscheint.
  • Liveanalysen
    Die Messergebnisse sollten anhand unabhängiger Vergleichswerte bewertet werden, die unter bekannten Bedingungen erzielt wurden. Um steuernd einzugreifen zu können, werden unmittelbar anschauliche Aufbereitungen (Tabellen, Diagramme, Grafiken etc.) benötigt.
  • Verursacher
    Ein weiteres Erfolgsrezept besteht darin, zielsicher den Verursacher zu erkennen, bevor der Endanwender ein aufkommendes Problem bemerkt. Sofern ein Unternehmen die betreffende Komponente bei einem Netzwerkprovider oder in der Cloud zugemietet hat, kann es den Servicepartner entsprechend zur Verantwortung ziehen.
  • Die wahre Ursache
    Wer „Herr“ der Trägersysteme (Server und Komponenten wie SANs oder Netze) von Anwendungen ist, benötigt nicht nur die Information über den Verursacher, sondern muss darüber hinaus auch die grundlegende Ursache erkennen können. Entspricht z. B. eine Anwendungsreaktion nicht den Erwartungen, können durch einen Vergleich von Ist- und Sollwerten Zusammenhänge deutlich werden, die bei der Suche nach der wahren Ursache eines Problems helfen.
  • 24/7 Überwachung
    Gerade z. B. nach Änderungen wie Updates oder einem Serverumzug, die zumeist in Zeiten inaktiver Anwender durchgeführt werden, ist eine frühzeitige und umfassende Prüfung ratsam. Hierzu können synthetische Roboter die Überwachung rund um die Uhr übernehmen, die bei unerwarteten Ergebnissen sofort Alarm schlagen.
  • Trends
    Wer weiß, wie sich Anwendungen und Systeme bei gleichbleibender Entwicklung zukünftig verhalten werden, kann frühzeitig und geplant Maßnahmen ergreifen. Indem automatisch ein Alarm erfolgt, wenn vordefinierte Schwellenwerte überschritten werden oder sich Systeme anders als prognostiziert verhalten, können die Verantwortlichen rechtzeitig eingreifen

Welche Erfahrungen haben Sie in Ihrem Unternehmen gemacht? Was funktioniert gut, was muss verbessert werden? Setzen Sie bereits ein maßgeschneidertes APM für den optimalen Durch- und Weitblick ein? Lassen Sie uns an Ihren Erfahrungen teilhaben – oder auch gemeinsam nach einer Lösung suchen.

In meinem nächsten Beitrag befasse ich mich damit, wie ein zukunftsweisendes IT-Servicemanagement für zufriedene Anwender sorgt und gleichzeitig zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens beiträgt.

Ihr Horst Eberlein

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